
Beitrag von Nadine Hitsch
Der erste Honig des Jahres. 🐝🍯
Es ist ein besonderer Moment in der Imkerei: das erste Mal Honig schleudern. Wochenlang haben die Bienen gesammelt, gebaut und gearbeitet – nun darf die Imkerin die goldene Ernte entgegennehmen. Schon beim Öffnen der Beute steigt der typische Duft von Wachs, Blüten und frischem Honig in die Luft. Die verdeckelten Waben zeigen, dass der Honig reif ist und geschleudert werden kann. 🐝🌸
Mit vorsichtigen Handgriffen werden die Honigwaben entnommen und entdeckelt. Dabei wird die feine Wachsschicht entfernt, mit der die Bienen ihren fertigen Honig verschließen. Anschließend kommen die Waben in die Honigschleuder. Durch die Drehbewegung wird der Honig aus den Waben geschleudert und fließt langsam an den Wänden der Schleuder hinunter. Der erste goldene Strom im Eimer ist für viele Imkerinnen ein unvergesslicher Augenblick.
Je nach Tracht schmeckt der Honig unterschiedlich. Frühlingshonig, oft geprägt von Kirschblüte, Löwenzahn oder Obstblüten, ist meist hell, mild und besonders aromatisch. Jeder Löffel erzählt von den Blüten und vom Wetter der vergangenen Wochen.
Das erste Schleudern bedeutet jedoch nicht nur Ernte, sondern auch Dankbarkeit gegenüber den Bienen. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz gäbe es keinen Honig.
Wenn schließlich die frisch gefüllten Gläser aufgereiht stehen und der Honig im Licht schimmert, wird die Arbeit des Frühjahrs sichtbar. Der erste selbst geschleuderte Honig ist mehr als nur ein Lebensmittel – er ist das Ergebnis eines ganzen Zusammenspiels zwischen Natur, Jahreszeit und Bienenvolk. 🐝🍯🌸


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Barmherzigen Brüder Salzburg