Alte Waben schmelzen.

Beitrag von Stefan Leifgen

Alte Waben schmelzen.

Im Januar bereiten sich die Imker auf die kommende Saison vor. Inbegriffen ist unter anderem das Ausschmelzen von Waben. Dies ist ein Verfahren, das in der Imkerei genutzt wird, um Wachs aus alten oder beschädigten Waben zu extrahieren. Alle Waben, die in der letzten Saison entfernt wurden, einschließlich der Brut- und Honigwaben, werden in einen Wachsschmelzkessel gegeben. Eine nachhaltige Methode, um Wachs zu recyceln und die Bienenstöcke sauber und gesund zu halten, ist das Ausschmelzen von Waben. Im Folgenden sind die grundlegenden Schritte aufgeführt, die dabei typischerweise befolgt werden. Das Ziel besteht darin, das Wachs von anderen Materialien wie Honigresten, Propolis oder Fremdstoffen wie Schmutz zu trennen.

Unten im Wachsschmelzkessel sind etwa 10 cm Wasser vorhanden. Darüber befindet sich ein feines Gitter oder Sieb, um groben Schmutz zu filtern. Die Waben werden dann darüber angebracht. Wird das Wasser erhitzt, entsteht Wasserdampf, und der Behälter sieht aus wie eine Sauna. Der heiße Wasserdampf lässt das Wachs in den Waben schmelzen. Wachs schmilzt bei etwa 60 °C, wobei dieser Wert von unterschiedlichen Einflussgrößen abhängt. Da der Wasserdampf eine Temperatur von etwa 100 Grad hat, werden gleichzeitig Bakterien eliminiert.

Das aus den Waben geschmolzene Wachs wird durch das vorhandene Sieb auf die Wasseroberfläche geleitet. Grobe Verunreinigungen, wie Bienenreste oder andere Partikel, bleiben im Sieb zurück. Nachdem der Imker die ausgeschmolzenen Waben entnommen hat, kontrolliert er die Waben auf verbleibende Reste in den Rähmchen. Diese entfernt er, und die Reste kommen erneut in den Schmelzkessel.

Nachdem alle Waben ausgeschmolzen sind, erfolgt die Abkühlung des Schmelzkessels relativ zügig. Das geschmolzene Wachs hat die Eigenschaft, auf der Wasseroberfläche zu schwimmen. Die kleinen Schmutzpartikel hingegen lagern sich am Boden des Wassers ab. Das Wachs, das geschmolzen war, wird nach dem Abkühlen wieder fest. Es ist vorstellbar wie eine gefrorene Eisschicht, die sich auf der Oberfläche eines Gewässers bildet. Der Imker öffnet diese inzwischen wieder gehärtete Wachsschicht und gibt die darin enthaltenen Wachsstücke in einen anderen Kessel. Dort werden die Stücke nochmals erhitzt und verflüssigt. Danach erfolgt eine mehrfache Filtration des flüssigen Wachses. Zum Schluss wird ein sauberes Wachs gewonnen, das in neue Mittelwände umgewandelt wird. Der Imker hat einen Wachskreislauf, der von seinen eigenen Bienen stammt.

Alte Waben schmelzen. Bild 1
Alte Waben schmelzen. Bild 2
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