Varroa- und Futterkontrolle, ggf. Nachbehandlung und Nachfütterung.

Beitrag von Harald Hahn

Varroa- und Futterkontrolle, ggf. Nachbehandlung und Nachfütterung.

Spätestens jetzt muss der aktuelle Varroabefall kontrolliert werden. Dazu wird ein Bodenschieber eingesetzt und eine "Windel" (ZEWA mit Speiseöl besprüht) eingelegt (Bild 1). Nach ca. 3 Tagen wird die Anzahl der gefallenen Varroamilben auf der Windel (Bild 2) gezählt. In der "Varroa-APP" (Bild 3) am Smartphone wird nun die Anzahl der Milben eingetragen. Die App ermittelt, ob der Befall für die Jahreszeit akzeptabel ist (grün) oder eine Behandlung notwendig ist (gelb oder rot).

Vor der Einwinterung prüft man, ob das eingelagerte Futter für die Überwinterung ausreicht. Dazu wird eine Art Kofferwaage eingesetzt. Auf jeder Seite der Beute wird mit der Kofferwaage angehoben (gekippt) und der Wert abgelesen.

Ich setze nur Dadant US Beuten mit 12 Rähmchen ein. Als Leergewicht kann man folgende Basisinfos verwenden: Eine Dadant US Beute (Holz, meist Weymouthskiefer) wiegt im September mit Volk, aber ohne Futtervorräte in der Regel etwa 20 bis 25 kg. Ich gehe sicherheitshalber von 24 kg aus. Jedes Volk sollte für den Winter auf ein Ziel-Futtergewicht von ca. 15 bis 18 kg eingefüttert werden. D. h. das Gesamtgewicht sollte im Oktober ca. 39 bis 40 kg betragen.

Mein Volk 1 hat mit einem Gewicht von 41 kg genug Honig eingespeichert, um gut über den Winter zu kommen. Meine 4 anderen Völker haben leider noch nicht genug Honig eingelagert. Ich muss also nachfüttern. Dazu setze ich im Oktober keinen Zuckersirup mehr ein, da dieser teilweise nicht mehr angenommen wird. Ich versuche es mit Futterteig. Jedes der 4 Völker bekommt 2,5 kg Futterteig. Ich werde dann wöchentlich kontrollieren, ob das Futter angenommen wird und ob das Gewicht passt.

Varroa- und Futterkontrolle, ggf. Nachbehandlung und Nachfütterung. Bild 1
Varroa- und Futterkontrolle, ggf. Nachbehandlung und Nachfütterung. Bild 2
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