
Beitrag von Michel Gemar
Vorstellung
Ich möchte mich kurz vorstellen.
Hallo, ich bin Michel und imkere seit etwa zehn Jahren in Grünstadt-Asselheim. Tatsächlich habe ich mich damals nicht bewusst für die Imkerei entschieden, sondern vielmehr die Bienen für mich.
Wie kam es dazu?
Nach einem Trip nach Berlin kamen wir wieder zurück in unsere heimischen Gefilde. Dort wurden wir von einem Nachbarn angesprochen, dass sich bei uns in der Hecke Bienen befänden. Wir schauten nach und stellten fest, dass sich dort zwei Schwärme niedergelassen hatten. Nach einer aufwändigen Suche fanden wir einen Imker aus der Region, der bei uns zu Hause vorbeikam, um die Bienen in ihre Bienenkästen oder, wie der Imker sagt, in die Beute einzuschlagen. Er informierte uns daraufhin, dass er am nächsten Tag vorbeikommen würde, um die zwei neuen kleinen Völker mitzunehmen oder aber, falls wir möchten, diese auch behalten könnten und somit selbst Imker zu werden. Wir schliefen eine Nacht darüber und entschieden, uns die zwei Völker zu behalten. So fand ich und meine Familie zur Imkerei.
Dies ist mittlerweile knapp zehn Jahre her, und aus den zwei kleinen Schwarmvölkchen wurden im Laufe der Jahre bis zu 15 Bienenvölker.
Diese stehen an der Deutschen Weinstraße. Das Weinbauklima sorgt hier für milde und frühe Frühlinge, warme Sommer und exotische Vegetation. So blühen bei uns im zeitigen Frühjahr die Mandeln, Aprikosen, Pfirsiche und klassischerweise natürlich auch Kirschen, Mirabellen, Schlehen, Birnen, Löwenzahn, Linde, Robinie und im Spätjahr auch große Lavendelfelder. Dies sorgt dafür, dass der Honig jedes Jahr andere Noten erhält und somit kein Honig dem anderen gleicht.
Ich bin auch kein Wanderimker, was bedeutet, dass ich mit meinen Bienen zur Blüte gehe, sondern meine Bienen das ganze Jahr an ihren Standorten verweilen und dort in der lokalen Fauna ihren Nektar sammeln und daraus ihren Honig machen. An den sonnigen Hängen des Eistals, welche auch vom NABU bewirtschaftet werden, zeigt sich eine große ökologische Vielfalt. Dies sorgt dafür, dass meine Bienen auf den dortigen Streuobstwiesen pestizidfreien Nektar sammeln können.
Wir machen auch keinen Sortenhonig wie Akazie, Linde oder Kastanie, sondern schleudern zweimal im Jahr eine Frühblüte und eine Sommerblüte. Der Frühjahrshonig ist in der Regel sehr cremig, wohingegen der Spätjahreshonig flüssig bleibt, aber sie gleichen sich nie im Geschmack und fallen jedes Jahr anders aus. Und auch in diesem Jahr bin ich wieder gespannt, wohin meine Bienen fliegen, welchen Nektar sie sammeln und wie am Ende der Honig aussehen und schmecken wird.
Liebe Grüße aus der Pfalz, aus der Deutschen Weinstraße und der Toskana Deutschlands.
Michel





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