
Beitrag von Oliver Frühwirt
Honigschleuderung und Krönung neuer Regentinnen
Nach dem starken Wachstum im Mai und dem aufregenden Auszug eines Volkes hat der Juni bei unseren STORE ROOM-Bienen die erhofften Ergebnisse geliefert. Die Natur blühte unermüdlich weiter, und die verbliebenen Völker zeigten eine beeindruckende Aktivität. Ein kurzer Blick in die vollen Honigräume ließ bereits eine Honigernte erahnen. Für uns Imker bedeutete dies Hochsaison und eine doppelte Aufgabe: die erste große Honigschleuderung und die Sicherung der Thronfolge. Die Honigräume waren bei zwei unserer fünf Völker prall gefüllt, und die Waben schön verdeckelt – ein klares Zeichen für reifen Honig. Der Prozess begann mit dem Entdeckeln der Waben mit einer speziellen Gabel, genannt Entdeckelungsgabel. Anschließend kamen die Waben in die Honigschleuder und wurden aus den Waben sozusagen hinausgeschleudert. Durch die Fliehkraft, die bei der rasanten Drehung in der Trommel entsteht, wird der zähflüssige Honig sanft, aber bestimmt an die Innenwand der Schleuder gedrückt. Von dort läuft das süße Gold langsam nach unten auf den Boden des Kessels.
Es ist für mich jedes Jahr aufs Neue einer der schönsten Momente in der Imkerei, wenn sich die Schleuder füllt und ich schließlich den Quetschhahn öffne. In einem dickflüssigen, goldenen Strahl ergießt sich der frische Honig aus der Maschine. Bevor er jedoch endgültig im großen Auffangkübel landet, fließt er noch durch ein feines Doppelsieb. Dieses fängt die letzten kleinen Wachsdeckelchen und Verunreinigungen auf, sodass am Ende nur der reine, goldgelbe Honig übrig bleibt.
Der Honig selbst wird erst einmal in Kübeln gelagert, bis er dann in die berühmten STORE ROOM-Honiggläser kommt, welche übrigens schon in der Vorbereitung sind.







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