Blütenhonigernte 🐝 🍯 🐝

Beitrag von Sonja Gaugusch

Blütenhonigernte 🐝 🍯 🐝

Vor der Honigernte müssen wir einige Vorbereitungen treffen:

1. Mithilfe der „Spritzprobe“ überprüfen wir, ob der Honig den richtigen Wassergehalt aufweist. Erst wenn mindestens zwei Drittel der Waben verdeckelt sind und auch bei einem starken „Ruck“ kein Honig mehr spritzt, ist der Honig reif und bereit für die Ernte.

2. Um die Honigwaben bienenfrei zu bekommen, verwenden wir eine Bienenflucht. Diese legen wir ein bis zwei Tage vor der geplanten Honigernte ein. Sie sorgt dafür, dass die Bienen nur aus dem Honigraum heraus-, aber nicht wieder zurückkönnen. Die restlichen Bienen werden mit einem kleinen Besen von den Honigwaben gekehrt.

3. Danach packen wir alle Honigrähmchen ein, fahren damit zu uns nach Hause und beginnen, die dünne Wachsschicht (Verdeckelungswachs) mit einer Entdeckelungsgabel zu entfernen. Erst danach können die Waben in die Honigschleuder.

4. Aus der Honigschleuder rinnt der frisch geerntete Honig durch ein Doppelsieb in einen Aufbewahrungstopf. Dieser wird luftdicht verschlossen. Nach ein paar Tagen bildet sich eine Art Schaumschicht, welche feine Pollen- und Wachsreste enthält.

5. Nach dem Entfernen dieser Schicht kann der Blütenhonig abgefüllt oder cremig gerührt werden. Aufgrund des schlechten Wetters war die Blütenhonigernte dieses Jahr leider nicht sehr ertragreich.

Zusätzliche Information: Im Juni ist es wichtig, die Bienenvölker regelmäßig auf Schwarmtrieb zu kontrollieren. Schwärme entstehen, wenn ein Teil des Bienenvolks mit der alten Königin auszieht, um eine neue Kolonie zu gründen. Um dies zu verhindern, sollten Imker:innen regelmäßig die Waben auf Weiselzellen untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um den Schwarmtrieb zu unterdrücken, wie zum Beispiel das Erweitern des Brutraums oder das gezielte Teilen des Volkes.

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