
Beitrag von Stefan Reimann
Warten auf den Saisonstart.
Saisonstart und Frühlingsentwicklung – März 2026
Der März markierte den Übergang von der Winterruhe zur aktiven Brutphase. Die imkerliche Tätigkeit war in diesem Monat von Geduld und genauer Naturbeobachtung geprägt, um den richtigen Zeitpunkt für die ersten Eingriffe abzupassen.
Durchgeführte Maßnahmen:
• Warten auf den Saisonstart:
Trotz steigender Tagestemperaturen stand die Ruhe am Stand an erster Stelle. Um unnötigen Wärmeverlust im Brutnest zu vermeiden, wurden größere Eingriffe unterlassen. Die Zeit wurde genutzt, um das Material für die kommende Saison final vorzubereiten (Rähmchen drahten, Mittelwände einlöten).
• Beobachtung der Grünlandtemperatursumme (GTS):
Ein wesentlicher Indikator für den Vegetationsbeginn war die Überwachung der GTS. Das Erreichen der markanten Marke von 200 Grad wurde als Signal für das Einsetzen der Salweidenblüte und somit den Beginn der intensiven Bruttätigkeit gewertet. Dies diente als Orientierungshilfe für die erste Futterkontrolle.
• Beobachtung des Fluglochs:
An sonnigen Tagen wurde das Flugverhalten beobachtet. Ein gezielter Polleneintrag gab Aufschluss darüber, welche Völker bereits aktiv in die Brut gegangen sind und über eine vitale Königin verfügen.
• Erste vorsichtige Kontrollen:
Bei Temperaturen über 12 °C wurden erste kurze Blicke in die Völker geworfen ("Deckelblick"). Hierbei wurde primär der Futtervorrat durch kurzes Anheben der Beuten (Gewichtsprobe) oder durch Sichtkontrolle der Randwaben geprüft, ohne das Brutnest auseinanderzureißen.

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