
Beitrag von Elisabeth Löcker
Bienenherbst
Bienenbericht September/Oktober 2026
Berichtszeitraum: September und Oktober 2026
Datum: 21. Oktober 2026
Witterung und Standortbedingungen: Aufgrund der hohen Seehöhe der Bienenstände herrschen in den Monaten September und Oktober bereits sehr unterschiedliche Temperaturen. In den Nächten sinken die Werte auf etwa 0 bis 3 °C, während untertags dennoch Temperaturen um 22 °C erreicht werden.
Diese großen Schwankungen zwischen Tag und Nacht stellen an die Bienenvölker besondere Anforderungen: In den kalten Nächten müssen sie die Wärme im Stock halten, an den warmen Tagen sind sie hingegen noch im Flug aktiv.
Zustand der Bienenvölker: Sämtliche Bienenvölker stellen sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung sehr stark und sehr gesund dar. Trotz der wechselhaften Witterung ist die Volksstärke durchwegs als außerordentlich gut zu bezeichnen. Damit sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Überwinterung gegeben.
Reduktion der Honigräume: Die erforderlichen Maßnahmen zur Reduktion der Bienenstöcke wurden bereits durchgeführt; die aufgesetzten Honigräume wurden abgenommen. Dadurch wird der Raum in den Beuten an die Volksstärke im Winter angepasst, sodass die Bienen den Stock in der kalten Jahreszeit besser warm halten können.
Varroa-Behandlung: Bei allen Völkern wurde eine Varroa-Behandlung durchgeführt. Die Behandlung dient dazu, den Befall mit der Varroamilbe vor dem Winter zu reduzieren und ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass gesunde Winterbienen heranwachsen. Nach der Behandlung präsentieren sich sämtliche Völker weiterhin extrem stark.
Einfütterung: Pro Stock wurden ca. 15 bis 20 Liter Flüssigfutter eingebracht. Mit dieser Einfütterung werden die Wintervorräte aufgefüllt, von denen die Völker bis zum Frühjahr zehren.
Wespen: Im Berichtszeitraum herrschte eine massive Wespenplage. Trotzdem kam es in den letzten Wochen zu keiner Räuberei und zu keinen sonstigen Übergriffen durch Wespen auf die Bienenvölker. Dies spricht ebenfalls für die gute Verfassung der Völker, die ihre Stöcke wirksam verteidigen können.
Honigernte und Melezitose: Die letzte Honigernte ist leider ausgefallen, da es sich um Melezitosehonig handelt. Melezitosehonig, auch Zementhonig genannt, kristallisiert bereits in den Waben aus und lässt sich daher nicht schleudern. Sämtliche betroffenen Waben wurden von mir verpackt und eingefroren. Sie werden im kommenden Frühling als Futter und als erster Impuls für die Völker wieder in die Stöcke eingebracht. Auf diese Weise geht die Tracht nicht verloren, sondern kommt den Bienen zum Saisonbeginn zugute.
Zusammenfassung: Alle Bienenvölker befinden sich in einem sehr starken und gesunden Zustand. Die erforderlichen Maßnahmen vor dem Winter – die Reduktion der Honigräume, die Varroa-Behandlung sowie die Einfütterung mit ca. 15 bis 20 Litern Flüssigfutter pro Stock – wurden durchgeführt. Trotz massiver Wespenplage kam es zu keiner Räuberei.
In einem Volk hatte ich Wildbau – hier sind Hornissen dabei, der Wildbau wird gejausnet – siehe Bilder.
Der Ausfall der letzten Honigernte aufgrund von Melezitose ist bedauerlich; die eingefrorenen Waben werden jedoch im Frühjahr als Futter verwertet. Die Völker gehen somit gut vorbereitet in den Winter.
e.l.


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