
Beitrag von Beatrice Cervinka
Dauert der Winter immer so lang?
Die Füße wippen ungeduldig unterm Tisch, die Finger trommeln auf der Tischplatte, ich checke zum x-ten Mal den Wetterbericht, doch er zeigt immer dasselbe: konstante Temperaturen unter 10°C. Leider immer noch kein Bienenwetter. Das ist der Nachteil, wenn die Stöcke nicht auf dem eigenen Grundstück stehen, sondern in verschiedenen Gärten im Umland verteilt sind. Da kann ich nicht mal eben einen kurzen Blick aufs Flugloch werfen, ob sich nach der Winterpause schon etwas tut. Immerhin ist die Wintersonnenwende wieder ein paar Tage her, seitdem fängt die Königin wieder an, Eier zu legen, heißt es. Das bedeutet aber auch, dass ab jetzt die eigentliche heikle Phase für die Winterbienen anbricht: Passen die Futterreserven? Haben sie genug Ressourcen, um die neue Brut zu wärmen? Alles Fragen, die ein Blick in den Bienenstock beantworten könnte, wenn, ja wenn die Temperaturen es zulassen würden und mal für ein, zwei Tage konstant über 10°C klettern würden. Denn dann verlassen die Mädels auch mal ihre kuschelige Wintertraube, um einen kurzen Ausflug zu unternehmen. Aber so heißt es noch ein wenig Geduld wahren... Immerhin haben sie, als das Hochwasser kam, mal einen Blick auf ihre überflutete Wiese geworfen. Diesen Augenblick konnte die Kamera einfangen, sodass zu diesem Zeitpunkt die Gewissheit herrschte: Ja, es ist noch Leben im Stock. Alles andere zeigt sich später. Vielleicht hilft es ja, wenn ich mich zu Fasching als Biene verkleide... Ich habe mal gelesen, dass der Fasching die wieder erwachenden Naturgeister begrüßen soll. So sei es!
Zusätzliche Information: Im Januar ist es wichtig, die Bienenstöcke vor extremen Wetterbedingungen zu schützen. Eine gute Isolierung kann helfen, die Wärme im Inneren des Stocks zu halten und die Bienen vor Kälte zu bewahren. Zudem sollte man darauf achten, dass die Fluglöcher nicht durch Schnee oder Eis blockiert sind, damit die Bienen bei milderen Temperaturen ausfliegen können.

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