Eiersuche

Beitrag von Sabine Dahlmann

Eiersuche

Hallo und frohe Ostern!

„Na, fündig gewesen bei der Eiersuche?“ Diese Frage stellen sich Imker gegenseitig nicht nur zu Ostern, denn sie meinen damit nicht etwa Köstlichkeiten aus Schokolade, sondern Eier im Bienenvolk. Bei mir war es an diesem herrlichen Wochenende auch soweit. Es waren am Samstag bei purem Sonnenschein mehr als 20 Grad im Schatten. Das ist ideales Wetter, um sich einen vollständigen Eindruck von seinen Bienenvölkern zu verschaffen. Ich habe jedes Rähmchen einzeln gezogen und voller Freude betrachtet. Zu sehen waren neben vielen Arbeiterinnen, einigen Drohnen und der Königin auch Futterreste aus dem Winter, frisch eingetragener Nektar, der bei leichtem Kippen aus der Wabe tropfte, verdeckelte Brut und offene Brut in allen Stadien. So auch Eier. Die Bieneneier werden von der Königin senkrecht in die Zellen gelegt und senken sich nach ca. zwei Tagen ab. Sie sind ca. 1 mm lang und kaum einen halben Millimeter im Durchmesser. Also wirklich winzig klein. Wenn wir Imker stehende Eier in den Zellen finden, wissen wir also, dass die Königin in den letzten beiden Tagen noch da war. Sie ist also am Leben, was definitiv ein sehr gutes Zeichen ist. Ein anderer Hinweis auf das Vorhandensein einer Königin ist die Stimmung des Volkes. Viele Imker können anhand des Verhaltens ihrer Bienen auch ausmachen, ob sie eine Königin haben, denn in der Regel verhalten sie sich während der Blühsaison dann ausgeglichener. Aber darauf alleine würde ich nie vertrauen ;)

Dieses Wochenende konnte ich mich nicht nur an meinen Honigbienen erfreuen, sondern auch an zahlreichen Wildbienen. Ganz besonders fasziniert haben mich dabei eine Ansammlung an Sandbienen, die unweit ihrer Brutstätten zu Dutzenden über den Boden schwirrten. Da war das Handy schnell gezückt, um euch auch ein wenig an diesem Schauspiel teilhaben zu lassen. Ein paar dieser eigentlich solitär lebenden Bienen haben sich „gekloppt“. Worum es da ging, konnte ich nicht ausmachen. Ob dies bei dieser Bienengattung ein Paarungsritual oder doch der Verteidigung dient, ist mir leider nicht geläufig. Auch konnte ich keinen optischen Unterschied zwischen den Individuen ausmachen, also ob es sich um Weibchen, Männchen und/oder Königinnen gehandelt hat. Vielleicht entdeckt ihr ja auf meinen Fotos mehr als ich.

Viel Spaß beim Suchen.

Im April beginnt für die Imker die arbeitsintensive Zeit des Jahres. Die Bienenstöcke müssen regelmäßig kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass die Völker gesund sind und genügend Platz haben, um sich zu entwickeln. Auch die Schwarmkontrolle ist wichtig, um zu verhindern, dass die Bienen ausschwärmen und sich neue Königinnen bilden. Zudem beginnt die Zeit der Honigerntevorbereitung, da die Bienen nun fleißig Nektar sammeln und die ersten Honigwaben gefüllt werden.

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