
Beitrag von Hermann Dirkes
Eisige Temperaturen in Goslar
Ja, es ist Winter und klar, es gibt da auch Frost. Aber irgendwie war der Frost dann doch recht überraschend da, und die Natur erstarrte für diesen Moment. Von außen wirkten die Beuten leblos: kein Flugverkehr, kein Summen, kein Zeichen von Aktivität. Aber wir Imker wissen es – der Schein trügt:
Im Inneren der Beuten geschieht ein faszinierendes Zusammenspiel. Die Bienen sind eng zusammengerückt und bilden eine dichte, kugelförmige Gemeinschaft – die Wintertraube. In ihrer Mitte sitzt die Königin, umgeben von Arbeiterinnen, die durch feine Muskelbewegungen Wärme erzeugen. Und selbst bei starkem Frost sinkt die Temperatur im Inneren der Traube nicht unter 20 bis 25 Grad. Die äußeren Bienen nehmen die Kälte auf, während die inneren sich wärmen. In stetigem Wechsel wandern sie nach innen und außen, damit keine Biene erfriert. In dieser Phase konzentriert sich das Bienenvolk vollständig auf das Überleben. So auch unsere Bienen.
Mein Job? Am besten gar nichts tun. Ich habe die Bienenvölker also in Ruhe gelassen. Nur die Beuten habe ich überprüft: ob sie standfest sind, die Fluglöcher frei und ob Mäuse sich Zugang verschafft haben. Alles im grünen Bereich. Positiver Winterblues also.
Zusätzlich ist es im Januar wichtig, die Futtervorräte der Bienen im Auge zu behalten. Auch wenn die Bienen in der Wintertraube wenig Energie verbrauchen, kann ein plötzlicher Kälteeinbruch den Futterbedarf erhöhen. Ein kurzer Blick auf das Gewicht der Beuten kann helfen, sicherzustellen, dass die Vorräte ausreichen, um die Bienen bis zum Frühling zu versorgen.

Firmenbienen von
Sonepar Deutschland GmbH