
Beitrag von Stefan Leifgen
Neue Bienenvölker nach Angriff durch asiatische Hornisse
Nachdem bekanntlich beide Bienenvölker durch die „asiatische Hornisse“ getötet wurden, wurden zwei neue Völker am Standort gestellt. Dieser Umbau sieht im ersten Moment sehr krass und unübersichtlich aus. Hier gilt es aber, „Zug um Zug“ die neuen Rähmchen mit den Bienen in die alten Zargen zu überführen. Das haben die Bienen natürlich nicht gerne. Am Ende zählt aber das Ergebnis, und die neuen Bienen haben den neuen Standort angenommen. In der folgenden Woche sind weitere Kontrollen erforderlich.
Wie verhalten sich die Bienen am Flugloch bzw. hat die Königin neue Brut angelegt, damit das Bienenvolk weiterwachsen kann? Auch sind die Futtervorräte im Blick zu behalten. Es droht tatsächlich Verhungern, obwohl in der Natur schon viele Pflanzen blühen. Das liegt daran, dass beim Umzug üblicherweise einige „Flugbienen“ verloren gehen. Auch sind die Bienen erstmal bestrebt, ihre neue Behausung zu prüfen und Waben auszubauen. Nach dem Kontrollieren der Vorräte sind Futterwaben oder Futterteig zu ergänzen. Auch ist eine ständige Wasserquelle erforderlich, da die neuen Bienen die natürlichen Wasserquellen noch nicht kennen und die Umgebung erst erkunden müssen.
Als Nächstes muss der Schwarmstimmung vorgebeugt werden. Insbesondere den starken Völkern werden zusätzliche Zargen und Mittelwände zugesetzt, damit sie ausreichend Platz haben. Damit sind die Bienen erstmal beschäftigt und haben keine Lust zu schwärmen.
Mit der Blüte der Kirsche werden die Honigräume aufgesetzt. Zusätzliche Baurahmen für Drohnenbau werden eingebaut bzw. alte Rähmchen entnommen. Dies dient der Entnahme von Varroa-Milben, welche sich besonders in der Drohnenbrut einnisten. Noch bevor die Drohnen schlüpfen, werden die Rähmchen mit der Drohnenbrut entnommen; das ist ein natürlicher Schutz und eine Möglichkeit, um die Vermehrung der Varroa-Milben, welche sich in den Waben eingenistet haben, zu verhindern. Somit erfolgt alles ohne Chemie, die sich sonst ggf. im Wachs oder sogar im Honig ablagern könnte.
Jetzt brauchen die Bienen nur noch sonniges, warmes Wetter ohne Wind, um möglichst viel Nektar in den Honigraum einzutragen.


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