Honig, Honig, Honig

Beitrag von Stefan Reimann

Honig, Honig, Honig

Haupttracht und erste Honigernte – Juni 2026

Der Juni stellte den arbeitsintensivsten Monat der bisherigen Saison dar. Das Hauptaugenmerk lag auf der Sicherung der Honigerträge, dem rechtzeitigen Schleudern der Frühtracht sowie der anhaltenden Regulierung des Schwarmtriebs bei anhaltend starker Volksstärke.

Durchgeführte Maßnahmen:

Intensive Trachtkontrolle:

Durch die Blüte von Linde, Sommerblumen und umliegenden Feldern wurde der Nektareintrag täglich und wöchentlich überwacht. Die Honigräume wurden regelmäßig kontrolliert, um den Völkern rechtzeitig neuen Raum zu geben und ein "Verhonigen" des Brutraums (Nektareinlagerung im Brutnest) zu verhindern.

Schwarmverhinderung in der Spätphase:

Obwohl der Juni das Ende der klassischen Schwarmzeit einläutet, war der Nestdruck durch die enorme Bienenmasse hoch. Durch das gezielte Entnehmen von verdeckelten Brutwaben zur Ablegerbildung und das konsequente Freihalten von Baurahmen konnte der Schwarmtrieb in den Wirtschaftsvölkern erfolgreich erloschen gehalten werden.

Die erste Honigernte (Frühtracht):

Mitte bis Ende des Monats erfolgte die erste große Honigernte der Saison.

Reifeprüfung: Vor der Entnahme wurde mittels Refraktometer sichergestellt, dass der Wassergehalt des Honigs durchgehend unter 18 % lag.

Ernte & Verarbeitung: Die reifen Honigwaben wurden entnommen, entdeckelt und geschleudert. Der geerntete Honig wurde gesiebt und in die Klärbehälter gefüllt, um ihn für das spätere Rühren und Abfüllen vorzubereiten.

Rückgabe der Leerwaben:

Die frisch geschleuderten, noch honigfeuchten Waben wurden den Völkern direkt wieder aufgesetzt. Dies regte die Bienen sofort dazu an, die Folgetracht (z. B. Wald- oder Sommertracht) einzutragen.

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