Flüssiges Gold
Gestern war es mal wieder so weit: Gemeinsam mit zahlreichen fleißigen Helferlein habe ich das flüssige Gold meiner Damen „geerntet“.
Begonnen habe ich am Montag mit den Vorbereitungen der Völker, indem ich sie mit Bienenfluchten bestückt habe. Dank dieser praktischen Zwischenböden gelangen die Bienen aus dem Honigraum in den Brutraum, aber nicht mehr zurück. Somit sind die Honigräume nach 1-2 Tagen relativ frei von Bienen. Am Mittwochabend ging es dann bei viel zu heißen 36 Grad erneut an den Bienenstand, um die Honigzargen abzuholen. Neben der Hitze hat mich dabei auch das Gewicht der Zargen kräftig zum Schwitzen gebracht. Gestern wurden die Waben dann abgeschleudert. Da das ein sehr faszinierender Prozess ist, habe ich dies mit den Kids der Jugendfreizeiteinrichtung geteilt und ihnen so während des Doings noch viele interessante Informationen über die Bienen zukommen lassen. Sie konnten zwei unterschiedliche Honige schleudern und probieren, da ich neben dem aktuellen Lindenhonig extra noch ein paar Waben der Frühtracht für den gestrigen Tag zurückbehalten hatte. Das einzige Manko am gestrigen Tag war die nigelnagelneue Schleuder, die trotz allem Bemühen einfach nicht so wollte wie wir und sich aus unerklärlichem Grund ständig selbst blockiert hat, sodass wir auch unter größter Kraftanstrengung nicht immer auf eine ausreichende Schleudergeschwindigkeit gekommen sind. Somit ist noch einiges an Honig in den Waben verblieben, was die Bienen jetzt wieder ausschlecken und umlagern dürfen. Also bis auf die vergeudete Kraft nicht weiter schlimm, da ich aus Liebe zu den Bienen imkere und nicht wirtschaftlich von ihnen abhängig bin.
Neben der Unterstützung durch die Kinder und Jugendlichen hatte ich noch weitere Unterstützung durch eine ganz liebe Mitarbeiterin von Sirius, die von den Bienen genauso angetan ist wie ich und sich wie alle anderen auch kräftig ins Zeug gelegt hat. Am Ende waren alle glücklich, total geschafft und völlig verklebt.
Im Juli ist es besonders wichtig, die Bienenvölker auf Varroamilben zu kontrollieren, da diese Parasiten den Bienen erheblich schaden können. Eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Behandlung ist entscheidend, um die Gesundheit der Völker zu gewährleisten. Zudem beginnt im Juli oft die Vorbereitung auf die kommende Winterzeit, indem die Völker auf ihre Stärke und Futtervorräte überprüft werden.