Futter-und Varroa-Kontrolle im August
Es ist August, viele sind noch im Urlaub und genießen den Sommer. Anders ist es bei den Bienen. Für sie ist der schöne Teil des Sommers vorbei. Die Völker schrumpfen seit der Sommersonnenwende jeden Tag ein wenig mehr. Und seit Ende der Lindenblüte ist auch das Nahrungsangebot rapide geschrumpft. Die Damen bereiten sich nun intensiv auf den Winter vor. Die Drohnen, also die Männer, werden vor die Tür gesetzt, denn ab jetzt heißt es, sparsam mit den Vorräten haushalten. Die Bienen, die in den kommenden Wochen schlüpfen, werden Winterbienen und müssen sparsam mit ihren Kräften umgehen, da sie, wie der Name schon sagt, den Winter durchhalten müssen. Im Gegensatz zu den Sommerbienen ist ihre Lebenszeit deutlich länger. Ihre Hauptaufgabe besteht nun nicht mehr im Nektar- und Pollensammeln, sondern darin, in der kälteren Jahreszeit die Traube zu wärmen und so das Überleben des Volkes gemeinsam sicherzustellen. Jetzt im August muss der Imker noch einmal die Vorratsmengen prüfen und gegebenenfalls zufüttern sowie die Varroakontrolle durchführen. Ist das Volk zu stark belastet, muss es mit Ameisensäure behandelt werden.
Bei der heutigen Kontrolle habe ich den hübschen Gast vom Foto an meiner Beute entdeckt: eine adulte Weinbergschnecke.
Zusätzliche Information: Im August ist es auch wichtig, die Bienenstöcke auf mögliche Räuberei zu überwachen. Da das Nahrungsangebot knapp wird, können andere Bienenvölker versuchen, in schwächere Stöcke einzudringen, um deren Vorräte zu plündern. Ein aufmerksamer Imker kann durch rechtzeitige Maßnahmen wie das Verkleinern der Fluglöcher helfen, die Völker zu schützen.