
Beitrag von Nadine Hitsch
Januar- Winterruhe am Bienenstand 🐝❄️
Von außen wirkt der Bienenstand still und beinahe verlassen. Kein Flugbetrieb, kein Summen – lediglich ruhige Beuten in der winterlichen Umgebung. Dieser Eindruck täuscht jedoch.
Im Inneren der Bienenstöcke herrscht weiterhin Leben. Die Bienen haben sich zu einer sogenannten Wintertraube zusammengezogen. Eng aneinandergedrängt bilden sie eine stabile Wärmegemeinschaft. Durch gezielte Muskelbewegungen erzeugen sie Wärme und halten die Temperatur im Kern der Traube konstant bei etwa 20 bis 25 Grad Celsius, selbst bei Minusgraden. In der geschützten Mitte befindet sich die Königin. 👑
Gerade in dieser Phase zeigt sich, wie wichtig die Vorarbeit des vergangenen Jahres war. Gesunde Völker, ausreichend Futterreserven und eine erfolgreiche Varroabehandlung im Spätsommer bilden die Grundlage für ein sicheres Überwintern.
Die Betreuung der Bienenvölker beschränkt sich in dieser Zeit auf achtsames Beobachten. Der Sitz der Völker wird von außen kontrolliert, das Gewicht der Beuten überprüft und darauf geachtet, dass keine äußeren Einflüsse die Winterruhe stören. Eingriffe in das Volk selbst werden vermieden, da jede Öffnung wertvolle Wärme kosten würde.
Der Januar macht deutlich, dass nachhaltige Arbeit oft im Verborgenen geschieht. Auch wenn nach außen kaum Aktivität sichtbar ist, wird in dieser ruhigen Zeit bereits die Basis für das kommende Bienenjahr gelegt. 🐝❄️
Im Januar ist es wichtig, die Futtervorräte der Bienen im Auge zu behalten. Sollte das Gewicht der Beuten stark abgenommen haben, kann es notwendig sein, Futterteig bereitzustellen, um die Bienen bis zum Frühling zu unterstützen. Ein weiterer Aspekt ist die Kontrolle auf Schäden durch Nagetiere, die in der kalten Jahreszeit Schutz in den Beuten suchen könnten.

Firmenbienen von
Barmherzigen Brüder Salzburg