
Beitrag von Annamaria Wackernell
Juli Beitrag 2023
Juli 2023
Hallo liebe Bienenfreunde!
Der Juli ist ein arbeitsintensiver Monat für Imker und Bienen. Meine Bienen haben fleißig gesammelt, denn endlich blüht die Linde, und im Prater duftet alles nach Blüten. Die Wiener und die Urlauber freuen sich über die neu gewonnene Freiheit nach Covid und feiern überall im Prater.
Die Lieferung meines Pflegevolkes wurde von der Firma Bienen Annrike per E-Mail angekündigt. Anschließend haben wir telefonisch mehrmals den Liefertermin abgestimmt. Alles hat toll funktioniert, bis irrtümlich keine Königin, sondern nur Schwarmlinge bei den sechs Rahmen dabei waren. Das kann passieren, nichts Schlimmes. Die Firma hat in den nächsten Tagen die Königin separat per Post nachgeliefert, und ich habe sie sofort zu den Arbeiterinnen dazugesetzt. Sie sollte schon in Eilage sein, und das Volk hat sich schnell beruhigt.
Mein Sohn war bei der Ankunft dabei, und wir haben die Bienen sofort zum Bienenstand gebracht, damit sie in der Hitze nicht zu sehr unter dem Transport leiden. Es waren gerade sehr heiße Tage, und die Gefahr, dass sie verbrausen (viele beim Transport sterben), war hoch. Die Verpackung war genial und eine tolle Erfindung, um Bienen effizient transportieren zu können. Alle Achtung, Bienen Annrike von Grünbach am Schneeberg.
Ich war sehr aufgeregt und froh, dass ich sie bekommen habe, und habe mir gewünscht, dass sie sofort die Prater-Gegend erkunden und sich dort akklimatisieren. Sie werden jetzt mit Zuckerwasser gefüttert, da sie durch die Hitze und Trockenheit wenig Nektar finden. Sie werden von mir fürs nächste Jahr aufgepäppelt und gut über den Winter gebracht. Nach der Fütterung kommt bald die Varroabehandlung dran, ein wichtiger Teil der Imkerei. Die Varroabehandlung erfordert viel Erfahrung, Konsequenz und Beobachtung, sowie ein gutes Gefühl für die Dosierung und Temperaturverhältnisse, damit die Bienen genügend Ameisensäure bekommen, aber die Königin nicht darunter leidet oder stirbt.
Die Bienen sind im Juli etwas unruhiger als sonst, und bei der Honigabnahme kann sehr leicht Räuberei entstehen. Ich habe schon die ersten frechen Wespen in der Nähe meiner Völker gesehen. Diese werde ich nicht dulden, da es mir schon passiert ist, dass sie schwache Völker ausgeraubt haben. Es ist noch keine Wespenplage zu merken, aber ich werde es wie immer beobachten und entsprechende Maßnahmen, z. B. mit der Verengung des Fluglochs, unternehmen.
Ich habe viel Freude mit dem VAV-Pflegevolk und bin mit voller Begeisterung dabei, sie gut über das Bienenjahr zu bringen. Ich glaube immer, dass alle in meiner Umgebung so von den Bienen fasziniert sind, und am liebsten würde ich alles rund um die Bienen erzählen. Manche scheinen auch interessiert zu sein, aber jeder hat halt andere Interessen. Ich möchte so gerne die Angst vor diesen wunderbaren Tierchen von den Menschen nehmen. So wie ich es denke, sollte jede Angst verarbeitet werden, und sie sind wirklich sehr schöne, sanfte und wunderbare Tierchen. Sie müssen nur verstanden werden. Manchmal spreche ich mit ihnen, so wie manche mit ihren Blumen, und ich habe das Gefühl, dass sie mich verstehen.
Zusätzliche Information: Im Juli ist es wichtig, die Bienen gut zu beobachten, da die Varroamilbe in dieser Zeit besonders aktiv ist. Eine rechtzeitige Behandlung kann helfen, die Völker gesund zu halten. Zudem ist es ratsam, auf ausreichende Wasserquellen in der Nähe der Bienenstöcke zu achten, da die Hitze den Wasserbedarf der Bienen erhöht.











Firmenbienen von
VAV Versicherungs-AG