Mai 2023

Beitrag von Annamaria Wackernell

Mai 2023

Hallo liebe Bienenfreunde!

Hallo liebe Imkerkollegen und -kolleginnen!

Mit großer Freude erhielt ich Anfang Mai, gerade während ich an meinem Bienenstand war, den Anruf, dass ich heuer wieder mit einem Volk über die VAV Versicherung am Projekt 2028 teilnehmen darf. Kurz danach erhielt ich die Bestätigungsmail, und schon nach ein paar Tagen stand das Paket mit einem Boden, zwei Flachzargen, einem Deckel und einem Blechdach, alles wunderschön ausgearbeitet von der Firma Bienen Annrike, vor mir. Die Zargen sind Flachzargen mit Falz und seitlichen Griffen, was die Arbeit beim Abheben der Zargen enorm erleichtert. Auch die Rahmen sind sehr schön ausgearbeitet – tolle Arbeit vom Tischler Annrike. Beim Transport über DPD ist alles fehlerfrei angekommen, da die Tischlerei alles sorgfältig eingepackt hat. Das gesamte Paket wiegt etwa 25 kg.

Mit voller Begeisterung habe ich es gestrichen (siehe Fotos), obwohl ich es lieber ungestrichen aufgestellt hätte. Erfahrungsgemäß ist das für das Holz etwas langlebiger. Auf dem Foto habe ich auch eine alte Zarge von mir daneben gestellt. Ich muss immer wieder Bastlerfreunde darum bitten, meine auseinanderfallenden Zargen zu richten, oder ich schraube ein paar Schrauben seitlich hinein, damit sie mir beim Transport nicht aus der Hand fallen.

Ich freue mich sehr über die Unterstützung, denn durch die Wetterkapriolen im April und Mai konnten sich die Bienen nicht so entfalten, wie es im Mai normalerweise erwünscht ist. Sie haben den ganzen Honig und Nektar, den sie gesammelt haben, aufgegessen, um die Bruttätigkeit zu erhalten. Erst Ende Mai konnten sie richtig durchstarten und in Wien Honig sammeln. In der Steiermark, Gegend Seckau Gaalgraben auf 1000 m Höhe, blühen jetzt erst die Apfelbäume. Dort ist die Natur etwa vier Wochen später dran als in Wien, was ich während meines Urlaubs dort deutlich spüren konnte.

Es ist ein herausforderndes Jahr für uns Imker. Es spielen so viele Faktoren von Mensch und Natur zusammen, und genau das liebe ich an der Arbeit. Das soll keine Jammerei sein, es ist einfach so. Viele Kollegen können das bestätigen, und einige haben auch aus diesem Grund mit der Imkerei aufgehört. Ein alter, 80-jähriger Imker aus Ungarn, den ich kenne, hat mir kürzlich am Telefon von den goldenen Zeiten der Imkerei vorgeschwärmt, und ich habe ihm mit Begeisterung zugehört. Er hat damals mit der Tischlerei aufgehört, da er nur vom Bienenerwerb leben konnte, und seinen Beruf als Tischler gegen den Beruf als Imker eingetauscht, was heute nicht mehr möglich wäre.

Ich freue mich auf das angekündigte Jungvolk, das ich zur Betreuung im Juni bekommen werde, und lese inzwischen mit viel Begeisterung das Buch „The Mind of a Bee“ von Lars Chittka, einem Wissenschaftler, der über neue Erkenntnisse über die Bienen forscht. Ich würde es vielen empfehlen.

Zusätzliche Information: Im Mai beginnt für viele Imker die Schwarmzeit, eine natürliche Vermehrungsphase der Bienen. Es ist wichtig, die Völker regelmäßig zu kontrollieren, um Schwärme zu verhindern und die Bienengesundheit zu gewährleisten. Auch die Varroa-Milbe, ein bedeutender Parasit, sollte im Auge behalten werden, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

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