Meine erste große Honigernte – ein Julitag voller Gold
Heute war ein ganz besonderer Tag: Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine richtige Honigernte gemacht – und was für eine! Schon früh am Morgen ging es los. Die Sonne war gerade erst über die Baumwipfel geklettert, als ich die Honigräume von meinen Bienenvölkern abnahm. Es summte und brummte um mich herum, aber die Bienen waren erstaunlich friedlich.
Mit der Bienenflucht und ein wenig Geduld konnte ich die Waben fast vollständig bienenfrei bekommen. Trotzdem war es eine ziemliche Fummelei – besonders bei den vollen Waben. Danach ging es an den Transport. Ich hatte ja geahnt, dass Honig schwer ist, aber dass ich am Ende mit rund 60 Kilo heimkomme, hätte ich nie gedacht! Der Weg vom Bienenstand in die Küche war ein echter Kraftakt. Meine Arme werden sich morgen auf jeden Fall melden.
In der Küche begann dann der spannendste Teil: das Entdeckeln. Mit der Entdeckelungsgabel habe ich vorsichtig die Wachsdeckel von den Zellen gelöst – eine meditative, fast schon feierliche Arbeit. Danach kamen die Waben in die Schleuder, und langsam begann der Honig zu fließen. Ein goldener Strom, dickflüssig und duftend, der direkt durch das Feinsieb in den großen Eimer lief.
Es war ein anstrengender, klebriger, aber unglaublich erfüllender Tag. Mein erster eigener Honig – ein echtes Stück Sommer in Gläsern.
Im Juli ist es wichtig, die Bienenvölker auf Varroamilben zu kontrollieren, da diese Parasiten die Gesundheit der Bienen stark beeinträchtigen können. Eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls Behandlung ist entscheidend, um die Völker stark und gesund zu halten. Zudem sollte man darauf achten, dass die Bienen genug Futterreserven für den kommenden Winter anlegen können.