Monatsbetrachtung Januar - Rückblick und Ausblick
Monatsbetrachtung Januar 2026 – Rückblick und Ausblick am Bienenstand
Der Jahreswechsel ist immer ein besonderer Moment für uns Imker: Die Natur ruht, doch hinter den Kulissen beginnt bereits die Vorbereitung auf das neue Bienenjahr. Mit der letzten Oxalsäurebehandlung – diesmal als Sublimation – habe ich die sogenannte Restentmilbung durchgeführt. Diese Methode ist schonender für die Bienen und wirkt direkt auf die aufsitzenden Milben. Ein gesundes Volk im Frühjahr ist die beste Grundlage für starke Neubienen und eine vitale Brut. Bienengesundheit ist wie eine Kettenreaktion: Was heute gut läuft, wirkt sich auf die ganze Saison aus.
Doch nicht alles verlief nach Plan: Ein Volk hat den Winter nicht überstanden. Futter war genug vorhanden, doch die leere Beute spricht eine klare Sprache. Die Varroamilbe bleibt unser größter Feind, auch wenn wir alles geben, um sie in Schach zu halten. Der Anblick eines toten Volks stimmt nachdenklich – was hätte ich anders machen können? Welche Signale habe ich übersehen? Solche Momente lehren uns Demut und zeigen, wie viel wir noch lernen müssen.
Ein Lichtblick: Die Völker, die den Jahreswechsel erlebt haben, stehen gut da. Die Erfahrung zeigt: Wer den Dezember schafft, hat gute Chancen, den Winter zu überstehen. Jetzt heißt es, die Ruhephase zu nutzen, um Geräte zu warten, Wachs zu schmelzen und sich weiterzubilden. Dieses Jahr begleitet mich dabei ein französisches Imkerbuch – mit etwas Hilfe eines Online-Übersetzers wird das schon!
Ausblick: Der Frühling kommt bestimmt, und mit ihm die erste Durchsicht. Bis dahin bleibt Zeit, um Pläne zu schmieden und vielleicht auch, um Lücken zu füllen. Wer weiß, vielleicht findet sich ja bald neues Leben für die freigewordene Beute…
Zusätzliche Information: Im Januar ist es wichtig, die Bienenstöcke regelmäßig auf Schäden durch Wind oder Tiere zu überprüfen. Auch wenn die Bienen in der Wintertraube ruhen, kann ein plötzlicher Temperaturanstieg sie aktivieren. Daher sollte man darauf achten, dass die Bienen genügend Futtervorräte haben, um eventuelle Engpässe zu vermeiden.
