
Beitrag von Stoffi timmermann
Goldrausch
Man könnte meinen, der Goldrausch ist ausgebrochen. Wenn man das erste Mal im Jahr den frischen Honig fließen sieht! Bis dahin ist es aber eine Menge Arbeit.
Der Erntetag beginnt sehr früh am Morgen. Da wir einen Honig mit möglichst niedrigem Wassergehalt ernten müssen, geschieht das zeitig in der Früh, weil die Bienen da noch keinen frischen Nektar eingetragen haben. Das heißt, um 6 Uhr früh war ich schon bei den Bienen in voller Montur. Normalerweise verwenden die Imker ja gerne etwas Rauch, um die Bienen abzulenken. Nicht aber am Erntetag – wir wollen ja kein Raucharoma im Honig haben. Gleichzeitig sind die Bienen natürlich nicht happy, dass wir ihnen den mühsam gesammelten Honig wegnehmen … deswegen die komplette Imker-Rüstung. Dann heißt es, jedes einzelne Rähmchen entnehmen, den Spritztest machen (Wabe schütteln, spritzt was? Vom Honig weg ist er noch zu flüssig) und dann bienendicht verpacken. Anschließend fährt man mit den Kisten zu seinen netten Imkerkollegen, bei denen man den Honig schleudern kann. Bevor der Honig aber aus den Waben fließt, muss man ihn noch entdeckeln, sprich die oberste Wachsschicht entfernen. Und dann endlich fließt das flüssige Gold … da merkt man dann, was die Bienen leisten, wenn man am Abend erschöpft und mit Muskelkater ins Bett fällt … Danke, meine lieben Bienen!





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