
Beitrag von Martin Melik Merkumians
Honigernte und Spätsommerpflege
Die schwere, aber wohlschmeckende Arbeitsperiode hat wieder begonnen: die Honigernte. Von den fünf Völkern am Stand bei mir daheim waren drei Wirtschaftsvölker. Das Honigjahr war etwas merkwürdig mit einer sehr starken Frühtracht, bei der ich kaum hinterhergekommen bin, die Waben umzuhängen, da die Völker den Honig lieber ins Brutnest als in den Honigraum eingetragen haben. Infolgedessen sind, wie schon berichtet, einige leider geschwärmt, was den Honigertrag deutlich gemindert hat. Die Sommertracht hingegen war eher schwach und deutlich nach vorne verschoben. Letztes Jahr haben die Linden bei mir noch Ende Juli geblüht, dieses Jahr war die Blüte Mitte Juni schon vorbei. Dennoch bin ich mit den 45 kg, die ich dieses Jahr geerntet habe, zufrieden. Nachdem es mein erstes Jahr war, in dem ich die Honigernte alleine gemacht habe, habe ich mir das Herzstück eines jeden Imkers zugelegt: eine eigene Honigschleuder, eine 4-Waben-Selbstwendeschleuder. Das Schleudern ging schneller, als ich entdeckeln konnte, und auch wenn die Arbeit anstrengend ist, ist es doch schön, die Früchte der Arbeit zu ernten.
Aktuell steht die Spätsommerpflege an. Der Ableger von Arcotels hat sich sehr gut entwickelt, so gut, dass ich heute zwei Schwarmzellen gefunden habe. Ich habe mich entschlossen, die Schwarmzellen in Ableger zu geben, um zwei zusätzliche Königinnen zu haben. In zwei Wochen möchte ich meine Wirtschaftsvölker mit dem "Teilen und Behandeln" gegen Varroa behandeln und werde bei den unruhigeren Völkern bei dieser Gelegenheit einen Regierungswechsel vollziehen.
Ein wichtiger Aspekt der Imkerei im Juli ist die Varroa-Behandlung. Die Varroamilbe ist einer der größten Feinde der Honigbiene und kann ganze Völker schwächen oder sogar vernichten. Durch gezielte Maßnahmen wie das "Teilen und Behandeln" kann der Befall reduziert werden, was die Gesundheit der Völker langfristig sichert.
Bis nächsten Monat!
Martin










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