Pssst, die Bienen schlafen ...
Was machen die Bienen im Winter? Halten sie Winterschlaf? Kommen sie ins Haus? Das sind Fragen, die ich als Imker immer wieder gestellt bekomme. Nein, die Bienen schlafen nicht, sie bilden eine sogenannte Wintertraube. Durch das Schlagen der Flügel halten sie sich warm und kommen so durch den Winter. Daher ist es auch wichtig, sehr behutsam mit den Bienen umzugehen. Je mehr Bewegung sie machen müssen, desto mehr Energie verbrauchen sie.
Zwei wichtige Arbeiten fallen in den Dezember. In der brutfreien Zeit (ca. 1 Monat nach dem ersten richtigen Frost) ist eine Oxalsäurebehandlung durchzuführen. Dazu wird die Säure über die Wabengassen geträufelt – das muss man leider wegen der allgegenwärtigen Varroamilbe machen. Dabei ist es wichtig, die Bienen nur so kurz wie möglich zu stören. Das zweite ist das Anbringen eines Mäusegitters. Auch Mäuse oder andere Tiere haben Hunger im Winter, und so zieht es sie magisch Richtung Bienenstock. Theoretisch würde es den Bienen nicht schaden, aber auch da kommt Unruhe ins Volk, und sie verlieren zu viel Energie.
Ein interessanter Fakt über Bienen im Winter ist, dass die Königin in dieser Zeit keine Eier legt. Die Wintertraube konzentriert sich darauf, die Königin warm zu halten, damit sie im Frühjahr wieder mit der Eiablage beginnen kann. Und das Schönste an der Arbeit ist natürlich das Feedback von Kunden – und da wir ja wissen, dass Kinder die strengsten Kritiker sind, hat mich natürlich auch folgende WhatsApp-Nachricht glücklich gemacht.
